Kelheim goes Fairtrade

Verfasst von am 25. November 2018 in Allgemein

Tja und das eigentlich schon ziemlich lang, nur das mit den Blog-Beiträgen haben wir irgendwie nicht so gut geschafft…

Allen Anfang nahm das Ganze schon vor einigen Jahren in der Stammesversammlung, auf Wunsch der damaligen Pfadi-Stufe sollte sich Kelheim um das Siegel „Fair Trade-Stamm“ bemühen. Nichts leichter als das, dachten wir uns… aber gar nicht so einfach. Eine Arbeitsgruppe zu gründen, war schon mal die erste Herausforderung, aus allen Stufen sollte jemand dabei sein… doch bei den einen wollten alle, bei den anderen kaum einer. Am Ende haben wir eine ausgewogene Gruppe zusammengebracht und uns gemeinsam mit dem Thema „Fair Trade“ beschäftigt.

Startschuss für die Stammesarbeit gab die sogenannte „Stammesgruppenstunde“, alle 4 Monate treffen sich hier alle Stufen des Stammes zu einer gemeinsamen Gruppenstunde. Kurz vor Ostern beschäftigten wir uns dann mit dem Thema „Eierfärben“ und wollten es diesmal anders aufziehen als sonst, keine knallbunten Farben aus dem Supermarkt, sondern natürliche Farben aus dem Bioladen. Während die Eier im Zwiebelsud färbten, konnten die Kinder auf einem Stationen-Lauf ihr Wissen zum Thema „Fair Trade“ unter Beweis stellen.

In verschiedenen Gruppenstunden ging es dann kindgerecht an das Thema. Die Wölflinge beschäftigten sich mit unterschiedlichen Siegeln und den Bedeutungen dahinter. Was der Unterschied zwischen dem blaugrünen Fair-Trade-Logo und beispielsweise dem Gepa-Logo ist und ob die UTZ-Zertifizierung von Lidl die Gleiche ist wie bei Edeka.

Bei den Jungpfadfindern ging es etwas süßer zu. Mit einem Planspiel entdeckten Sie die Produktion, sowie den Vertrieb von Schokolade. Es wurde überlegt, woran man eigentlich erkennt das eine Firma ihre Arbeiter fair entlohnt und man eigentlich ja selbst vor Ort sein müsste. Der Plan, dass wir einfach alle dorthin fliegen könnten wurde dann aber doch schnell verworfen.

Hitzig diskutiert wurde auch in der Gruppenstunde der Pfadfinder. Sie hatten sich das Thema „Einkaufsverhalten“ gewünscht. Nach verschiedenen Kategorien bewerteten und sortierten sie ihr Einkaufsverhalten, beispielsweise nach Preis des Produkts, Produktionsbedingungen, aber auch die Punkte vegan, ohne Tierversuche oder regional. Puh gar nicht so einfach sich hier zu einigen. Letzten Endes war aber klar, dass ein bewusster Einkauf nicht so einfach, aber lohnenswert ist.

Die Rover-, sowie Leiterrunde diskutierten ebenfalls zum Thema Fair Trade und der Umsetzbarkeit im Stamm. Bei Kaffee, Tee und einem ausgiebigen (fairen und regionalen) Frühstück konnten sie einige spannende Punkte für den Stamm erarbeiten. So beispielsweise auch den Wunsch nicht nur fair, sondern in Zukunft auch möglichst regional und bio einzukaufen.

 

In den letzten Lagern hat das übrigens recht gut geklappt. Fair-Trade Tee, Kakao und Kaffee, sowie Nuss-Nougat-Creme sind von unseren Frühstückstischen nicht mehr weg zu denken. Den Rest des Essens versuchen wir Regional und Bio zu kaufen. Anfangs haben wir befürchtet es würde unsere Essenkalkulation, vor allem preislich, ziemlich durcheinanderbringen, aber es war nicht so schlimm wie befürchtet. Klar es ist ein wenig teurer geworden, aber es muss ja nicht jeden Tag Rindersteak geben und Gemüse vom Bauern kostet meist weniger als im Supermarkt. Tee und Kaffee kaufen wir meist in größeren Gebinden und sparen uns so häufiges hin und her fahren.

 

Ich hoffe wir werden auch in Zukunft so viel Spaß am Thema Fair Trade haben wie bisher.