Roverbeitrag: Sind 30 Cent für eine Banane wirklich fair?!

Verfasst von am 13. Juni 2019 in Allgemein

In einer unserer letzten Truppstunden haben auch wir Rover des Stamm Schermbecks uns mit dem Thema „Fairtrade“ beschäftigt. Nachdem das informierende Material gesichtet war haben wir das Bananensplit-Spiel geplant und vorbereitet.

Dabei geht es um den Weg der Banane von den Plantagen in Lateinamerika in unseren Einkaufswagen in Deutschland.

Zunächst haben sich alle in fünf Gruppen zusammengefunden und jeweils eine Rollenkarte bekommen, mit Informationen zu der Arbeit, den Risiken, sowie zu deckenden Kosten ihres Unternehmens. Die PlantagenarbeiterInnen, -besitzerInnen, Importeure/ Importeurinnen, Spediteure/ Spediteurinnen und SupermarktleiterInnen sollten nun überlegen wie viel ihrer Rolle von den 30 Cent, die wir hier für eine konventionell angebaute Banane im Durchschnitt bezahlen zustehen. Anschließend wurden die jeweiligen Anteile von Bananen aus Papier abgeschnitten und nach einer kurzen Vorstellung der Argumente zusammengesetzt.

Die genauen Zahlen haben wir nochmal auf ein Plakat geschrieben.

Wie vorauszusehen war, saßen wir nun vor einer sehr langen Banane, die die 30 Cent natürlich weit überschreiten würden.

Nach einer Pause mit Bananen in Schokolade (natürlich Fairtrade) ging es mit der nächsten Runde weiter.

Dabei haben zunächst die SupermarktleiterInnen 30 Münzen erhalten und sich den- ihrer Meinung nach zustehenden Anteil weggenommen. Der Rest wurde an die Spediteure/ Spediteurinnen weitergegeben. Wie erwartet gingen die PlantagenarbeiterInnen und -besitzerInnen dabei leer aus.

Nun haben wir die vorher geschätzten Zahlen neben die tatsächlichen auf ein Plakat geschrieben.

Diese wurden bei der Reflexion der Stunde lange und ausgiebig diskutiert und auch die Fairtrade-Alternative wurde kritisch hinterfragt. Doch zum Schluss waren eigentlich alle der Meinung die fair gehandelte Banane sei die bessere Wahl, nur durch ein bewusstes Einkaufen das Leben vieler Menschen dieser Welt ein kleines bisschen besser zu machen.